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Startschuss für 120 bezahlbare Wohnungen auf Lechfeldwiesen in Kaufering

Am 20. September 2023 begannen die Bauarbeiten für 120 bezahlbare Wohnungen auf den Lechfeldwiesen in Kaufering. Dieses zukunftsweisende Projekt umfasst barrierefreie Wohnungen in verschiedenen Größen und trägt zur Erfüllung der Verpflichtung für bezahlbaren Wohnraum gemäß der Bayerischen Verfassung bei.

Von links: Andreas Giampa, Leiter Technisches Bauamt; Dagmar Alsbach, Regierung von Oberbayern; Doris Schmid-Hammer, Regierung von Oberbayern; Thomas Salzberger, 1. Bürgermeister; MDL Gabriele Triebel und Marktgemeinderätin; Markus Wasserle, stellv. Landrat und Marktgemeinderat; Andreas Matievits, 17A Architektur; Stefan Degle, 17A Architektur; Markus Heggl, Technisches Bauamt; Andreas Dirr, 17A Architektur Foto: Markt Kaufering

Im März 2018 erfolgte der Grundsatzbeschluss des Marktgemeinderates für das Baugebiet „Lechfeldwiesen V“. Die Klausur mit Fachreferenten zum Thema „bezahlbarer Wohnraum für Kauferinger Bürgerinnen und Bürger“ fand im Juni 2020 statt, ebenso wie die öffentliche Marktgemeinderatssitzung mit Diskussionsrunde zu diesem Thema und der Austausch der Fraktionen zur Kompromissfindung.

Alle Hürden wurden beseitigt und so konnte am 20.09.2023 endlich der Startschuss für dieses zukunftsweisende Projekt fallen!

Hier an der Hessenstraße werden voraussichtlich bis Jahresende 2025, 120 neue Mietwohnungen, aufgeteilt in sieben Häusern, in einer parkähnlichen Anlage realisiert.

Das Gebiet wird sich durch eine hohe Gestaltungs- und Freiraumqualität auszeichnen.

Es wird autofrei sein. Dazu wird eine Tiefgarage mit 175 Stellplätzen für PKWs und 114 Fahrradstellplätzen errichtet. Oberirdisch wird es noch weitere 126 überdachte Fahrradstellplätze und 18 Besucherplätze für PKWs geben.

Wie und wann sich auf die Wohnungen beworben werden kann lest ihr hier [Link]

Ganz im Sinne des Klimaschutzes wird das Projekt in Holz-Hybrid-Bauweise ausgeführt.
Oberhalb der Keller und Tiefgarage, die man zusammen mit den Treppenhauskernen in Beton fertigt, werden die Gebäude mit Decken, allen tragenden Wänden, sowie den Fassaden, komplett in Holz gebaut. Die Wärmeversorgung wird über einen Anschluss an das Kauferinger Fernwärmenetz* sichergestellt, das aus dem Biomasseheizkraftwerk am südlichen Ortseingang gespeist wird.

„Wir brauchen diesen bezahlbaren Wohnraum für unsere jungen Mitbürger, junge Familien und auch Senioren dringend, um ihnen das Hierbleiben in unserem schönen Kaufering zu erleichtern“, sagt Herr Bürgermeister Salzberger.

Weiter führt Herr Bürgermeister Salzberger aus, dass der Markt Kaufering mit dem Bau der 120 Wohnungen zu bezahlbaren Mieten vorbildhaft seiner Pflicht nachkommt, die laut Artikel 106 der Bayerischen Verfassung besagt, dass jeder Bewohner Bayerns Anspruch auf eine angemessene und bezahlbare Wohnung hat und die Förderung des Baus günstiger Volkswohnungen die Aufgabe des Staates und der Gemeinden sind.

So werden auf dem Areal „Lechfeldwiesen V“ 120 Wohnungen entstehen, in einem Mix aus 24x 1-Zimmer-Wohnungen, 42x 2-Zimmer-Wohnungen, 35x 3-Zimmer-Wohnungen und 19x 4-Zimmer-Wohnungen.

Der Mietpreis für die zwischen 35 und 93 m² großen Wohnungen, wird unter den orts üblichen Mietpreisen liegen und soll somit für große und kleine Familien, sowie für Jung und Alt und Leute mit mittleren und niedrigen Einkommen erschwinglich sein.

Alle Wohnungen sind barrierefrei, drei Wohnungen erfüllen die über den Mindeststandard hinausgehenden, zusätzlichen Anforderungen für Rollstuhlfahrer.

Die Wohnqualität und das nachbarschaftliche Miteinander werden durch Gemein schaftsbereiche im Innen- und Außenraum gefördert.

Gemeinsam haben wir es geschafft, die vielen unterschiedlichen Meinungen und Wünsche zu vereinen, betont Herr Salzberger.

Vorausgegangen waren unzählige Verhandlungen zwischen Planern, Marktgemeinde räten, Behörden und der Regierung von Oberbayern. Dazu kamen ein europaweiter Architektenwettbewerb, die Bauleitplanung und die ersten wichtigsten Auftragsvergaben.

Das Leuchtturmprojekt „Lechfeldwiesen V“, ist ein großes und wichtiges Projekt und eine zukunftsweisende Maßnahme für unser Kaufering. Darauf können wir sehr stolz sein, so Salzberger.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 42 Millionen Euro. Der Markt Kaufering hat trotz der immer noch hohen Baukosten und der aktuellen Zinsenwicklung den Mut gefasst, diese dringend benötigten Wohnungen zu errichten – dafür ist Herr Salzberger dem Marktgemeinderat besonders dankbar.

Der Freistaat Bayern fördert dieses Projekt, das aktuell in Bayern eines der größten kommunalen Wohnbauprojekte darstellt, großzügig.

Bis zuletzt hatte Herr Bürgermeister Salzberger ja noch gehofft, dass aufgrund der steigenden Zinsentwicklung noch weitere vergünstigte Finanzierungsbedingungen vom Ministerium in Aussicht gestellt werden könnten. Hier würde jeder Prozentpunkt helfen.

Daraufhin erwiderte Frau Schmid-Hammer von der Regierung von Oberbayern als zweite Rednerin gekonnt, „mit gut 35,5 Millionen Euro an Fördermitteln, die vom Freistaat aus dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm KommWFP bewilligt wurden, ist das Projekt ja praktisch überfinanziert“.

Tatsächlich erhält der Markt Kaufering 16,5 Millionen Euro als Zuschüsse ausbezahlt und 19 Millionen Euro als zinsgünstiges Förderdarlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren. „Darüber freuen wir uns sehr und bedanken uns ganz herzlich“, so Salzberger.

Weiter bedankt sich Herr Bürgermeister Salzberger bei seiner Bauverwaltung und dem gesamten Planungsteam, die hier mit viel Herzblut dieses schöne und wichtige Projekt vorangebracht haben und wünscht allen beteiligten Baufirmen einen reibungslosen Bauablauf.

Frau Gabriele Triebel als dritte Rednerin lobt das Projekt ebenfalls außerordentlich und hat die Entwicklung der letzten beiden südlich gelegenen Baugebiete noch einmal Revue passieren lassen, als man seit 2003 die Grundstücke in der Badener Straße noch mit Doppelhäusern, im Berliner Ring zuletzt ebenfalls noch mit Einfamilien- und Doppelhäusern, aber auch schon mit einigen Mehrfamilienhäusern und Pultdächern entwickelt hat, bis nun aktuell im Baugebiet Lechfeldwiesen V vom Markt Kaufering der Geschosswohnungsbau mit dringend benötigten Mietwohnungen zu bezahlbaren Mieten entwickelt wurde.

Der Abschluss der Redebeiträge war den Architekten Andreas Matievits vom Architekturbüro 17A aus Königsbrunn und Herrn Matthias Roser vom Büro bl9 Landschaftsarchitekten vorbehalten. Herr Roser konnte krankheitsbedingt leider nicht anwesend sein. Herr Matievits stellte die Grundzüge der Planung und der parkähnlichen Anlage samt städtebaulicher Einordnung nochmal kurz vor und betont die besondere Verantwortung der planenden Architekten, hier nicht nur Ästhetik und Funktion für die Nutzer in den Vordergrund zu stellen, sondern auch besonderen Wert auf ökologische Aufgaben und die Vernetzung der Siedlung und Landschaft zu legen. Das ist hier durch eine „lockere Bebauung“ mit den 7 Punkthäusern, die vom Markt Kaufering nun realisiert werden und den drei noch geplanten Punkthäusern im Osten sehr gut gelungen, so Matievits.

Herr Matievits nutzte dann auch gleich die Gelegenheit, in Anwesenheit von Vertreterinnen der Regierung von Oberbayern, die Schwierigkeiten in der Planung aufgrund der zahlreichen und länderbezogenen unterschiedlichen Bauvorschriften und des nicht standardisierten Holzbaus anzusprechen, da Bauvorhaben aufgrund der zahlreichen Gutachten und komplizierten Genehmigungsverfahren sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und dadurch auch teuer in der Umsetzung werden.

Die ersten Ausschreibungsergebnisse im Projekt Lechfeldwiesen V liegen inzwischen vor und liegen in Summe rd. 3,5 % unter den Kostenberechnungen, sodass Herr Matievits weiter mit einem guten Ergebnis rechnet. Bis Ende 2025 soll der Bau fertiggestellt sein, die Zeit scheint günstig für die öffentliche Hand zu bauen, so schließt Herr Mativits it dem Slogan:

„Pack mer´s“

Wann sind Bewerbungen für die Wohnungen möglich?

Mein Kaufering fragte nach, wie der Bewerbungsprozess für die Wohnungen aussieht und ob sich bereits beworben werden kannm, dazu Anja Wolf, Pressesprecherin des Marktes Kaufering: “Hierzu kann ich Ihnen mitteilen, dass ein Bewerbe- und Vergabeverfahren für die begehrten Wohnungen noch nicht möglich ist. Erst nach Fertigstellung des Rohbaus im Laufe des nächsten Jahres kann man sich auf Grundlage eines noch durch den Gemeinderat zu erstellenden Kriterienkatalogs für eine Wohnung bewerben. Die Bürger werden darum gebeten, bei Interesse den Baufortschritt zu beobachten und die weiteren Informationen, die immer wieder über unser Mitteilungsblatt, über unsere Homepage und die sozialen Medien veröffentlicht werden, zu verfolgen.”

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