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11.175 Stunden im Dienst für die Allgemeinheit

Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kaufering gab es einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr 2023. Vor allem ein Ereignis forderte die ehrenamtlichen Kräfte besonders.
Die Ehrungen und Beförderungen v. o. l. n. u. r.: Manuel Schurr, Anna Hobelsberger, Markus Rietig, Robert Bach, Benjamin Korndörfer-Möller, Lionel Barbier, Roland Dahm, Martin Heumos, Andreas Breutel (Foto: Feuerwehr)

Am Freitag um 19.30 Uhr eröffnete Markus Rietig, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kaufering, die Jahreshauptversammlung 2024. Nach den Grußworten und einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden folgte der Rückblick auf das vergangene Jahr. Dabei leisteten die – inzwischen 106 Kameradinnen und Kameraden – 11.175 Stunden Dienst an der Allgemeinheit, welche sich in 6.946 Stunden Übungsdienst, 841 Lehrgangsstunden und 3.388 Einsatzstunden verteilte. Besonders stolz ist Rietig auf das stetige Wachstum der Menschen, sich am Feuerwehrdienst zu beteiligen. So konnten erneut drei Jugendliche nach der Jugendfeuerwehrzeit in den aktiven Dienst übernommen werden, auch entschieden sich acht weitere Bürger zum Eintritt in das Ehrenamt Feuerwehr, drei davon als bereits ausgebildete Feuerwehrdienstleistende, die untertägig in Kaufering arbeiten und durch den Arbeitgeber für den Feuerwehrdienst im Markt freigestellt werden. Hierfür dankte Rietig besonders den Arbeitgebern, die dies möglich machen. Mit 25 Jugendlichen ist die Nachwuchsschmiede der Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr, aktuell voll besetzt. “Nachwuchs für unsere Aktiven aus den eigenen Reihen ist somit auch zukünftig sichergestellt,” so Rietig stolz.

211 Einsätze für die Wehr

Mit 211 Einsätzen im vergangenen Jahr, musste ein stark erhöhtes Einsatzaufkommen bewältigt werden. Während es 2022 noch 154 mal Einsatz für die Feuerwehr Kaufering hieß, forderten 2023 insgesamt 28 Brandeinsätze, 140 Technische Hilfeleistungen, 22 Fehlalarme, 5 Sicherheitswachen und 16 sonstige Einsätze die Mannschaft.

Besonders arbeitsintensiv war das schwere Unwetter am 11 Juli (wir berichteten hier > Schwere Unwetter wüten). Nachdem eine Gewitterfront über Kaufering hinweggezogen war, kam es zu insgesamt 63 unwetterbedingten Einsätzen, die bis zum Abend des 12. Juli abgearbeitet wurden. Vor allem entwurzelte Bäume sorgten für eine Schneise der Verwüstung. Durch umgestürzte Bäume war in der Anfangsphase auch die Zufahrt der Helferinnen und Helfer zum Feuerwehrgerätehaus eingeschränkt. “Auch,” ergänzte Rietig, “zeigte dieses Ereignis die Gefahren, welche wir uns teilweise aussetzen, um anderen zu Helfen.” Rietig war selbst nur knapp einer Kollision mit einem umstürzenden Baum entgangen, welcher direkt hinter ihm auf die Fahrbahn stürzte.

Doch nicht nur in Kaufering wurde die Wehr bei Unwettern eingesetzt, im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung wurde die Kauferinger Drehleiter am 26. August 2023 nach Bad Bayersoin entsendet. Dort hatten die schweren Sommergewitter 384 Häuser und unzählige Fahrzeuge beschädigt – zahlreiche Dächer wurden durch das Hagelunwetter schwer beschädigt.

Anfang Dezember waren die Feuerwehrkräfte dann wieder im unwetterbedingten Dauereinsatz. Durch einen starken Wintereinbruch in der Nacht zum 02. Dezember kam es durch die Schneemassen zu zahlreichen Einsätzen aufgrund von Schneebruch.

Zur überörtlichen Hilfeleistung mussten die Kauferinger Floriansjünger nach Gennach ausrücken (Foto: Rizer)

Mehrere Großbrände zu denen im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung ausgerückt wurde unter anderem zu einem Großbrand einer Halle nach Gennach (zum Bericht > “Gennach: Grossbrand vernichtet Halle”) in den Landkreis Augsburg oder das Großfeuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Scheuring forderten die Kauferinger Wehr. Doch auch technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen gehörten wieder zum Einsatzgeschehen. Gleich zwei Einsätze auf dem Lech hatte das erst im Sommer in Dienst gestellte Feuerwehrrettungsboot. So wurde ein Krankenfahrstuhl aus dem Lech geborgen sowie eine Suche nach einer angeblich im Wasser treibenden Person unterstützt.

Im Übrigen gab es im vergangenen Jahr durch die Feuerwehr auch wieder viele Türöffnungen und Drehleiterrettungen. Gerade die Drehleiterrettungen fordern die Wehr mittlerweile ziemlich häufig.

Neues Feuerwehrgerätehaus dringend notwendig

Dringend benötigt wird das neue Feuerwehrgerätehaus, dessen Planungen sich bereits mehrere Jahre hinziehen. Hier appellierte Rietig, trotz der Herausforderungen im Markthaushalt, weiterhin am Bau des Gebäudes festzuhalten. “Wir brauchen das neue Feuerwehrhaus, wir haben … extrem beengte Platzverhältnisse, ein neues Trägerfahrzeug für Landkreiseinsatzcontainer wird im Mai geliefert und aktuell wissen wir nicht wo wir dieses unterbringen werden.” Eine weitere Herausforderung besteht in der fehlenden “schwarz/weiß” Trennung, welche inzwischen gefordert ist um den sogenannten Feuerkrebs, eine schwere Erkrankung von Feuerwehrkräften, zu vermindern, in dem die kontaminierte Einsatzkleidung getrennt von der privaten Kleidung aufbewahrt und gereinigt werden kann.

Jugendwart stolz auf seine Mädchen und Jungen

Besonders stolz war Jugendwart Florian Koch, stellvertretend für alle Jugendausbilder auf seine 25 Jugendlichen. Mit 35 Übungen kam auch hier die Ausbildung nicht zu kurz. Doch auch gemeinschaftliche Aktionen wie die 24 Stundenübung zusammen mit der Jugendfeuerwehr Penzing sowie die Feuerwehrolympiade sorgten für Abwechslung und Spaß am Feuerwehrdienst. Koch schloss seine Ausführungen mit einem Dank an die Mädchen und Jungen: “Es ist schön zu sehen, dass viele von Euch mit Freude und Motivation an den Feuerwehraktivitäten teilnehmen und unsere Feuerwehr durch Fleiß und Engagement bereichern.”

Ehrungen und Beförderungen

Für Ihre Leistungen in der Freiwilligen Feuerwehr Markt Kaufering und der erfolgreichen Teilnahme an den erforderlichen Lehrgängen wurden folgende Ehrungen und Beförderungen vorgenommen.

Zum Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau befördert wurden,
Hobelsberger Anna, Korndörfer-Möller Benjamin und Schurr Manuel.

Die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann erhielt Barbier Lionel und zum Brandmeister wurde Dahm Roland befördert.

Für 20 Jahre Dienstzugehörigkeit wurde Breutel Andreas geehrt, über 30 Jahre Dienstzugehörigkeit konnte sich Bach Robert freuen.

Das Bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Silber, welches für 25 Jahre Dienstzeit verliehen wird, erhielten Heumos Martin und Rietig Markus.

Mit Grußworten des 1. Bürgermeisters Thomas Salzberger und dem Kreisbrandmeister Florian Mayr endete die Jahreshauptversammlung 2024 pünktlich um 20.30 Uhr.

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