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Red Hocks Trainer Markus Heinzelmann hört auf

Nach vier Jahren steht den Red Hocks Kaufering ein Wechsel auf der Trainerbank bevor
Vier Jahre war Markus Heinzelmann Cheftrainer der Red Hocks Kaufering. Nun gibt es den Posten ab.   Foto: Finkenzeller

Nach exakt 80 Spielen in der 1. Bundesliga und im Pokal ist Schluss für Red Hocks-Headcoach Markus Heinzelmann. Er verlässt die Mannschaft auf eigenen Wunsch nach vier Jahren Amtszeit. “Es sei nun an der Zeit, andere Dinge, die zuletzt zu kurz gekommen seien, wieder mehr in den Vordergrund zu rücken”, sagt der 52-Jährige.

Gefragt nach seinem prägendsten Erlebnis der letzten Jahre, antwortet Heinzelmann: „Diesen einen Moment gab es eigentlich nicht. Eher die vielen Momente, in denen man merkt, wie nah wir an die Spitzenteams gerückt sind.“ Noch ganz frisch dürften da die Eindrücke aus der jüngsten Saison sein, als man im Pokalhalbfinale (5:7) den großen Coup gegen den späteren Sieger Weißenfels nur knapp verpasste – oder auch die starke Viertelfinalserie in den Playoffs gegen die mit vielen Nationalspielern gespickte DJK Holzbüttgen: Im Schlussdrittel des Heimspiels hatten die Kauferinger ein 0:5 noch drehen können und nach Verlängerung gewonnen.

Dass sich die Red Hocks dieses Level über Jahre nach und nach erarbeitet haben, will Heinzelmann – sehr bescheiden – gar nicht unbedingt als seinen eigenen Erfolg verbuchen. „Das sollen andere beurteilen“, sagt er über seine eigenen Verdienste. Marco Tobisch, drei Jahre lang Mannschaftskapitän unter Heinzelmann, erklärt: „Markus würde ich als besonnenen, akribischen und detailverliebten Trainer beschreiben. Seine Spielidee, mit der er uns auf dem Feld viele Freiheiten gelassen hat, hat glaube ich allen Jungs sehr geholfen, sich weiterzuentwickeln und auch mal Dinge ohne Angst vor Fehlern auszuprobieren“, sagt Tobisch.

Deshalb bedauert auch Marc Ullius, Abteilungsleiter beim VfL Kaufering, Heinzelmanns Entscheidung: „Mit Markus haben wir in den letzten Jahren einige sportliche Entwicklungsschritte gemacht. Gerne hätten wir die Zusammenarbeit mit ihm auch noch weiter fortgesetzt, respektieren aber gleichzeitig seinen Wunsch.“ Vor allem im Offensivspiel, das in der letzten Saison auch durch die Legionäre aus Finnland und Lettland belebt wurde, habe die Mannschaft sichtbar an Qualität gewonnen, freut sich Ullius.

Dass bei stundenlangen Videoanalysen, Trainingsvor- und -nachbereitung sowie den Spielen und Trainings andere Aktivitäten auf der Strecke bleiben, musste Heinzelmann vor allem in den letzten Monaten feststellen. „Es ist höchste Zeit, sich nun um andere Dinge zu kümmern, die etwas in den Hintergrund geraten sind“, so der Coach über seine Gründe, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Rückblickend spricht der 52-Jährige über „viele sehr intensive Jahre“ bei den Red Hocks – die auch von der Corona-Pandemie überschattet waren. „Es gab immer wieder Spielerausfälle und Coronatests lang vor Sonnenaufgang“, erinnert sich Heinzelmann. Bei mehreren Auswärtsspielen mussten seine Männer, wenn am Samstagmorgen um 6 Uhr Abfahrt mit dem Mannschaftsbus war, bereits um 5 Uhr zum Coronatest antreten. Da sei es schon mal vorgekommen, dass jemand überraschend zu Hause bleiben musste.

Bleibt noch die Frage nach Heinzelmanns größtem Erfolg als Red Hocks-Coach. „Ganz klar der Klassenerhalt im letzten Jahr“, antwortet der scheidende Trainer. Nachdem sein Team die Playdown-Teilnahme nicht mehr abwenden konnte, ging es gegen den DHfK Leipzig, der sich als harte Nuss erwies. Nach einer Niederlage in Spiel eins der „Best-of-Three-Serie“ halfen nur noch zwei Siege gegen den erstmaligen Abstieg. Und als wäre der Druck nicht ohnehin schon groß genug gewesen, ging das erste Heimspiel in die Verlängerung. „Da lagen die Nerven bei allen Beteiligten blank“, erinnert sich auch Marco Tobisch. Doch die Geschichte fand ein Happy End: Ausgerechnet Trainer-Sohn Raphael Heinzelmann schlug den Ball per Volley ins Leipziger Netz und sicherte den überlebenswichtigen Sieg. Danach gewannen die Roten sowohl das Entscheidungsspiel gegen den DHfK als auch gegen Lilienthal und hielten sich mit Ach und Krach in der 1. Bundesliga.

Einen entscheidenden Anteil daran hatte auch der Kauferinger Anhang – nachweislich Deutschlands zweitgrößte Floorball-Fankulisse. „Die Fans sind großartig. Wir haben eine riesige Fangemeinschaft und werden von der ganzen Bundesliga zurecht beneidet“, sagt Heinzelmann, der sein Lob aber auch mit einem Appell verbindet: „Wenn sich ein paar Fans auch dem Orgateam anschließen würden, wird das der Entwicklung der Red Hocks den notwendigen Unterbau geben.”

Wer im Trainerteam der Red Hocks in Heinzelmanns Fußstapfen treten wird, gibt der Verein in Kürze bekannt.

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